dashblog logo
Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.
MerkenMerken

Goodbye, Maren!

Es ist schwierig, den richtigen Anfang für einen solchen Beitrag zu finden, aber ich möchte nicht lange um den heißen Brei herumreden: Schweren Herzens verlasse ich den Puppenzirkus. Diesen Entschluss zu fassen und ihn letztendlich Ally mitzuteilen, war ein Kraftakt, der mich viele Wochen Zeit gekostet hat – aber manchmal muss man es sich eben eingestehen, wenn sich etwas nicht mehr richtig anfühlt.

Nachdem aus einer anfänglichen Schnapsidee ein handfestes Vorhaben wurde, in das Ally und ich stets viel Zeit, Arbeit und Herzblut gesteckt haben, wuchsen unsere Ansprüche an den Blog. Wir wollten wachsen, uns professionalisieren, doch das Gefühl des Nicht-Mithalten-Könnens ließ mich nie so ganz los. Ich wollte gerne mit dem, was ich liebe, Geld verdienen. Aber ich merkte mit der Zeit, dass ich nicht stets online und erreichbar sein möchte, dass mir das Offline sein gut tut und mir dabei hilft, ausgeglichen und bodenständig zu bleiben. Hinzu kam die krasse räumliche Trennung von Ally und mir, die es manchmal schwer machte, gemeinsame Projekte oder schöne Blogideen umzusetzen. „Ich ziehe nach Berlin“ schien die Lösung aller Probleme zu sein, aber ich fühlte mich bei dem Gedanken daran nie zu 100% wohl. Weil ich gewohntes Umfeld brauche, weil ich zu sehr Familienmensch bin, weil ich nicht ohne meine beste Freundin sein kann und auch, weil es seit ein paar Monaten wieder einen neuen Mann an meiner Seite gibt. Ich bin sehr gerne in Berlin, aber ich bin auch froh, wenn ich wieder nach Hause kommen kann und die Großstadt hinter mir lasse.

Puppenzirkus Goodbye
Ein Blog bedeutet viel Zeit und Arbeit. Er kostet manches Mal auch einige Nerven und mir begegnen die wenigsten Menschen mit Verständnis, wenn ich davon erzähle, dass ich mir mit dem Bloggen ein kleines zweites Standbein aufbauen möchte. Das ist eben etwas neues, nicht greifbares und unsicheres – und hat somit für viele Menschen rein gar nichts mit „Arbeit“ zu tun. Wie viel davon aber tatsächlich in einem Blog steckt, merkt man erst, wenn man selbst einen schreibt. Und wer für seine Leser langfristig interessant und lesenswert bleiben möchte, der muss etwas bieten können – und genau das fiel mir irgendwann ziemlich schwer. Ich befinde mich in den letzten Zügen meines Studiums, das ich leider lange vernachlässigt habe, gehe nebenher arbeiten, möchte den Blog mitsamt all seinen Social Media Kanälen so perfekt führen, wie nur möglich. Dann wären da noch Familie, Freund und Freunde, mit denen ich gerne Zeit verbringen möchte und die ich auf meiner Prioritätenliste nur ungerne ganz weit unten ansiedele, weil so viel zu tun ist. Ich war irgendwann wie gelähmt und es fiel mir schwer, vereinbarte Deadlines einzuhalten oder die einfachsten Aufgaben endlich abzuhaken. Irgendwann realisierte ich, dass ich kein Mensch bin, der sich auf mehrere Baustellen im Leben gleichzeitig konzentrieren kann. Wichtig ist mir jetzt erst einmal, dass ich mein Studium beende und anschließend einen Job finde, der mich zufrieden macht. Was danach kommt und ob ich vielleicht bald wieder anfange zu bloggen, ist ungewiss. Fakt ist, dass ich das Bloggen immer geliebt habe, jetzt aber an einem Punkt angelangt bin, an dem ich davon eine Pause brauche.

Mir war von Anfang an wichtig, dass Ally und ich nicht im Streit auseinandergehen. Gegenseitiges Verständnis ist unheimlich wichtig, wenn man ein miteinander arbeitet und ich bin sehr froh und dankbar, dass mir genau das entgegengebracht wurde. Den Blog alleine weiterzuführen war Allys freie Entscheidung und ich bin froh, dass unser „Baby“ nicht irgendwo in der Versenkung verschwindet, sondern weiterhin mit tollen Beiträgen gefüttert wird.

Ihr werdet in den kommenden zwei Wochen noch den ein oder anderen Beitrag von mir lesen und ich hoffe, dass ihr mir weiterhin auf meinen Socials treu bleibt.

Macht’s gut ihr Lieben und Danke für eure Treue während der letzten zwei Jahre! <3

XOXO
signature