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Erfolgreiches Bloggen Part 2: Interview mit Nabila

28. November 2014   Maren Jakobs  Personal

In diesem Beitrag habe ich ja bereits angekündigt, dass euch im zweiten Teil unserer „Erfolgreiches Bloggen“-Serie ein Interview mit Nabila, der CEO von Red Pineapple Media, erwartet. Wir waren sehr neugierig darauf, wie die Zusammenarbeit mit Bloggern aus Sicht der Unternehmen aussieht und wollten von Nabila unter anderem wissen, was sie jungen Frauen mit auf den Weg geben möchte. Aber lest selbst…

Red Pineapple Media_CEO Nabila Farah
Liebe Nabila, vielen Dank, dass wir dich interviewen dürfen! Stell dich und dein Unternehmen doch einfach mal kurz vor.
Ich bin Nabila, CEO und CO-Gründerin von Red Pineapple Media. Ich bin jeden Tag aufs Neue hochmotiviert und arbeite sehr sorgfältig – man könnte mich auch einen Workaholic nennen. Ich liebe, was ich tue und ich glaube an das, was ich tue. Deswegen lebe ich für meine Firma.

Red Pineapple Media haben wir 2011 in Berlin gegründet, inzwischen gibt es auch eine Zweigstelle in Mexiko, die sich um den Lateinamerikanischen und den US-amerikanischen Markt kümmert. Es läuft also nicht schlecht für uns – und darauf sind wir sehr stolz. Aber wie gesagt: Wir arbeiten auch sehr hart für unseren Erfolg.

Aber was machen wir nun eigentlich? Red Pineapple Media ist eine Plattform für digitales Advertising, gerade haben wir unsere 4-in-One-Solution auf den Markt gebracht. Social Video, InStream-Video, Mobile und In-Game Advertising – als erster Vermarkter für Digital Advertising bieten wir ein Multiscreen-Angebot, das alle entscheidenden Bereiche der Kampagnendistribution in einem Produkt vereint. Mit Puppenzirkus arbeiten wir im Bereich Videokampagnen ja auch zusammen und hoffen, ihr beiden seid zufrieden mit der Kooperation ;)

Du bist ja selbst noch sehr jung. Wie kam es dazu, dass du nun bereits CEO eines Online-Unternehmens bist und was möchtest du jungen Frauen mit auf den Weg geben?
Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen klischeehaft, aber ich hatte eben einen Traum und hab daran geglaubt. Ich bin eine Macherin, das liegt in meiner Persönlichkeit. Red Pineapple Media begann mit einer Idee, die Idee wurde zu einem Projekt und dieses Projekt wurde ein ganzer Lebensstil. Versteht mich nicht falsch, ich hab verdammt viel dafür aufgegeben und geopfert. Es war und ist nicht immer leicht, aber wie sagt man so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Jungen Frauen kann ich daher (genau wie jungen Männern) folgendes mit auf den Weg geben: Wenn du eine gute Idee hast, hinter der auch noch ein gutes Konzept steht, dann kämpf! Jeden Tag motiviert zu bleiben, ist dabei wohl das Schwierigste. Das verstehe ich – aber bleib dran. Bloß weil du beim ersten Mal ein Nein hörst, heißt das nicht, dass du immer ein Nein hören wirst. Dazu fällt mir die Geschichte von James Dyson ein, der Typ, der den beutellosen Staubsauger erfunden hat. Er hat seine Idee damals so vielen Unternehmen vorgestellt und alle haben sie abgelehnt; daraufhin hat er die Produktion selbst übernommen. Heute zählt er zu den 1000 reichsten Menschen der Welt.

Ihr arbeitet ja nicht nur mit Bloggern zusammen, sondern auch mit größeren Unternehmen. Was ist für euch das Besondere an der Zusammenarbeit mit Bloggern?
Wir arbeiten mit Unternehmen auf der ganzen Welt zusammen und haben auch ein weltweites Bloggernetzwerk. Nur zum Verständnis: Diese beiden Tätigkeitsfelder haben unterschiedliche Ansprüche und werden von unterschiedlichen Personen bei uns im Haus betreut. Die Arbeit mit Bloggern und Unternehmen unterscheidet sich in der Kommunikation, die Abstimmungswege mit Bloggern sind kürzer. Schließlich steht “nur“ diese eine Person hinter dem eigenen Blogprojekt. Der Kontakt gestaltet sich daher sehr direkt, wird schnell enger und persönlicher.

Es ist immer schön zu sehen, wie sich Blogger aus dem Netzwerk im Laufe der Zeit entwickeln. Und es ist spannend, wie verschiedene Blogger eine Kampagne umsetzen. Genau dieser individuelle Blick auf eine Werbekampagne und auf ein Produkt macht Blogger so interessant für Marken.

Red Pineapple Media_example
Nach welchen Kriterien sucht ihr euch Blogs für Kooperationen aus und was macht für euch einen guten Blog erst interessant?
Wir legen großen Wert auf überzeugende Inhalte und Aktualität. Darüber hinaus ist entscheidend, dass der Blog inhaltlich und optisch leicht zugänglich ist. Ein ansprechendes Layout ist heutzutage mit vorgegeben Templates relativ leicht erstellbar. Ich kann Bloggern daher nur raten, sich damit ein bisschen auseinander zu setzen. Die Konkurrenz ist schließlich groß und wächst täglich weiter.

Was einen guten Blog von einem herausragenden Blog oft unterscheidet, sind die Themen. Mein Rat: Versuch nicht, anderen Blogs nachzueifern und nur deren Themen aufzugreifen, sondern finde deine eigenen. Setz Aktuelles in einen anderen Kontext, betrachte es aus einem neuen Blickwinkel. Was schon auf 100 anderen, vielleicht bereits etablierteren Blogs steht, will bei dir keiner mehr lesen. Nur mit der Masse zu schwimmen ist auf Dauer doch langweilig.

Gibt es für euch auch No Go’s?
Ich achte – wahrscheinlich aus Berufsgründen – bei Blogs besonders auf die Werbung. Werbung zu schalten ist vollkommen legitim, finde ich, aber alles hat Grenzen. Wenn ich den unabhängig produzierten Content vor lauter Advertorials nicht mehr finde, die Persönlichkeit und der Geschmack des Bloggers zwischen lauter Sponsored Items nicht mehr durchscheint, dann läuft was falsch.

Eure Videos machen auf uns einen sehr guten Eindruck. Oftmals wird man auf diversen Webseiten mit Trailern förmlich erschlagen und man erreicht bei den Lesern eher das Gegenteil – nämlich, dass sie die Werbung genervt wegklicken. Bei euch ist das anders – wie stark selektiert ihr bei der Auswahl eines neuen Clips und worauf legt ihr Wert?
So was hören wir natürlich gern. Ich glaube, unser Vorteil liegt darin, dass wir stark auf Targeting setzen. Bedeutet: Wir achten darauf, dass der Content auch bei den Leuten ankommt, die ihn sehen wollen. Du bist ja nur genervt von Werbung, wenn sie dich nicht anspricht.

Was sicherlich ebenfalls hilft, ist die Tatsache, dass wir einen eigenen Player entwickelt haben. Der erlaubt es uns, die Kampagne auch über das Video hinaus grafisch ansprechend zu gestalten. Und der User hat noch mehr davon: Er bekommt nicht nur den Videocontent, sondern kann auch interagieren

Wir bedanken uns bei Red Pineapple Media für das tolle Interview!

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